Branding für eine Bewegung mit Haltung
Eine Identität für eine gemeinsame Haltung
KA:in versteht sich nicht als klassische Organisation, sondern als gemeinsame kommunikative Plattform. Die visuelle Identität musste deshalb politische Klarheit mit Offenheit verbinden und Wiedererkennbarkeit schaffen, ohne unterschiedliche Menschen und Formen des Engagements gestalterisch zu vereinheitlichen.
Aus einer identitätsstiftenden Bildmarke, expressiver Typografie, einer kontrastreichen Farbwelt und modularen Gestaltungselementen entstand ein flexibles Designsystem. Es kann plakativ und konfrontativ auftreten, ebenso aber sachlich informieren und komplexe Inhalte strukturieren.
Aufklärung, die geteilt werden kann
Desinformation und menschenfeindliche Narrative verbreiten sich zunehmend über digitale Netzwerke. Die Content-Strategie von KA:in denkt politische Aufklärung deshalb von Beginn an für diese Kommunikationsräume. Faktenchecks, Hintergrundinformationen und einordnende Inhalte werden so aufbereitet, dass sie verständlich, nachvollziehbar und unmittelbar teilbar sind. Ein konzipierter KI-gestützter Faktencheck soll Behauptungen prüfen, Quellen transparent machen und Ergebnisse direkt in SharePics für Social Media übersetzen. So entsteht aus Information ein Kommunikationswerkzeug, das Nutzer:innen selbst einsetzen und weitertragen können.
Vom Feed auf die Straße
Antifaschistisches Engagement findet nicht nur digital statt. Das Erscheinungsbild wurde deshalb von Beginn an für Social Media ebenso wie für Demonstrationen, Aktionen und den öffentlichen Raum entwickelt. Plakate, Sticker, Schilder, Kleidung und frei verfügbare Aktionsmaterialien greifen auf denselben visuellen Baukasten zurück. Statt einzelner fest definierter Kampagnenmotive entsteht ein modulares System, das auf aktuelle Ereignisse und gesellschaftliche Debatten reagieren kann, ohne seine visuelle Identität zu verlieren.
Informieren, vernetzen, aktivieren
KA:in soll politische Haltung nicht nur sichtbar machen, sondern den Zugang zu konkretem Engagement erleichtern. Die Plattform verbindet deshalb Information mit Möglichkeiten zur Vernetzung und Beteiligung. Ein bundesweiter Demonstrations- und Aktionskalender bündelt Termine und macht lokales Engagement sichtbar. Downloadbare Materialien unterstützen eigene Aktionen, während Informationen zu Initiativen, Anlaufstellen und Unterstützungsangeboten Verbindungen zwischen digitaler Kommunikation und bestehenden Strukturen schaffen. So wird aus der Awareness-Kampagne eine Plattform, die nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern Menschen handlungsfähiger machen soll.
Solidarität braucht Strukturen
Politisches Engagement kann mit juristischen, finanziellen und persönlichen Konsequenzen verbunden sein. Zur Konzeption von KA:in gehören deshalb auch Informations- und Unterstützungsangebote rund um Repression und Rechtshilfe. Ergänzende Produkte und Merchandise übertragen die visuelle Identität in den Alltag und sind gleichzeitig als mögliche Finanzierungsquelle solidarischer Angebote gedacht. Gestaltung wird damit nicht nur zum Ausdruck einer Haltung, sondern zum Bestandteil einer unterstützenden Infrastruktur.
Mehr als eine Kampagne
KA:in untersucht, wie eine zeitgemäße antifaschistische Marke Menschen erreichen kann, ohne politische Inhalte zu vereinfachen oder ihre Haltung abzuschwächen. Brand Identity, Content-Strategie, digitale Anwendungen, Kampagnen und analoge Medien bilden dafür ein gemeinsames Kommunikationssystem: modular und medial skalierbar, klar in seiner Position und flexibel genug, um auf unterschiedliche Themen und Situationen reagieren zu können.
Eine Marke, die nicht verkaufen will – sondern informieren, vernetzen und aufrütteln.