Ostseeurlaubsgefühl mit ganz eigener Identität
Verbundene Designstudien: Gemeinde & Ostseebad
Freie Designstudien · Eigeninitiativ entwickelt · Nicht im Auftrag der Gemeinde Schönberg oder des Tourist-Service Ostseebad Schönberg entstanden · Nicht umgesetzt oder offiziell im Einsatz
Eine selbstgestellte Aufgabe
Schönberg ist nicht nur Lebensort, sondern auch Reiseziel. Strand, Natur, Kultur und die ungewöhnlich benannten Ortsteile Kalifornien und Brasilien prägen seine touristische Wahrnehmung. Daraus entstand die selbstgestellte Frage, wie sich dieses besondere Lebensgefühl in eine eigenständige und zeitgemäße visuelle Identität übersetzen ließe.
Die Studie wurde aus persönlicher und gestalterischer Motivation entwickelt – ohne Auftrag oder Briefing durch die Gemeinde oder den Tourist-Service. Sie versteht sich als umfassende konzeptionelle Untersuchung eines möglichen touristischen Erscheinungsbildes, das Vorfreude weckt, Orientierung bietet und die unterschiedlichen Facetten Schönbergs zusammenführt.
Zwei Studien. Ein gemeinsamer Gedanke.
Der Tourist-Service Ostseebad Schönberg ist organisatorisch ein Eigenbetrieb der Gemeinde. Davon ausgehend untersuchen die beiden freien Designstudien, wie sich diese reale Verbindung auch gestalterisch ausdrücken ließe, ohne die unterschiedlichen Aufgaben und Zielgruppen beider Auftritte zu verwischen.
Die vorgeschlagene Markenarchitektur ist ein freier konzeptioneller Entwurf. Während die Gemeindestudie einen ruhigen, verbindlichen und auf Einwohnerinnen und Einwohner ausgerichteten Auftritt erprobt, übersetzt die Ostseebad-Studie dieselben Grundprinzipien in eine emotionalere Kommunikation für Gäste. So entstehen zwei eigenständige Identitäten, deren gemeinsame gestalterische Herkunft dennoch erkennbar bleibt.
Aus gemeinsamen Formen
Wie die Gemeindestudie greift auch der touristische Entwurf auf Kreis, Quadrat und die Kontur des Schönberger Wappens zurück. Die Formen werden neu kombiniert, erweitert und in eine weichere, spielerischere Bildwelt übertragen. Sie dienen als Flächen, Bildfenster, Informationsträger und flexible Bestandteile der Wortmarke.
Dadurch entsteht eine visuelle Verwandtschaft, die nicht auf identischen Logos beruht, sondern auf einem gemeinsamen gestalterischen Prinzip. Während das Wappen in der Gemeindestudie sichtbar im Zentrum steht, wirkt seine geometrische DNA im Ostseebad-Entwurf auf abstraktere Weise weiter.
Die Farben eines Urlaubstages
Die Farbwelt löst sich bewusst vom sachlicheren Charakter der Gemeindestudie. Türkis erinnert an Wasser und Weite, Mint an die Natur hinter dem Deich und Orange an Sonne und lange Sommerabende. Ein tiefes Violett gibt den helleren Farben Halt und ermöglicht ausdrucksstarke Kontraste.
Gemeinsam mit einer emotionalen Küstenfotografie entsteht eine eigenständige touristische Atmosphäre. Die Gestaltung kann ruhig und erholsam, aber ebenso lebendig und energiegeladen erscheinen. Dadurch ist das System darauf ausgelegt, ganz unterschiedliche Urlaubsmomente in einer wiedererkennbaren visuellen Sprache zu erzählen.
Mehr als Strand
Schönberg steht für Küste und Erholung, aber ebenso für Bewegung, Kultur, Veranstaltungen und überraschende Entdeckungen. Die Studie entwickelt deshalb ein flexibles System, das diese Vielfalt aufnehmen könnte, ohne den gemeinsamen Absender aus dem Blick zu verlieren.
Spielerische Piktogramme und variable Formkombinationen geben einzelnen Angeboten einen eigenen Ausdruck. Exemplarisch wird untersucht, wie sich Veranstaltungen, Museen, Strandangebote, Freizeitaktivitäten und touristische Services voneinander unterscheiden und dennoch als Teile derselben visuellen Welt wahrnehmen ließen.
Anwendungen im Stresstest
Die Studie erprobt das Designsystem an unterschiedlichen analogen und digitalen Kontaktpunkten. Visualisierungen zeigen mögliche Anwendungen auf Fahnen, Fahrzeugen, Kleidung, Wegweisern, Informationsstelen, Veranstaltungsplakaten, Give-aways und der Geschäftsausstattung des Tourist-Service.
Website und Social Media übertragen dieselben Prinzipien in digitale Formate. Großzügige Fotografien sollen Reiselust wecken, während Farben, Formen und Informationselemente für Orientierung sorgen. So wird exemplarisch untersucht, wie Inspiration und praktische Reiseinformationen innerhalb eines konsistenten Auftritts zusammenspielen könnten.
Alle gezeigten Anwendungen sind konzeptionelle Visualisierungen innerhalb der freien Designstudie. Sie wurden weder vom Tourist-Service noch von der Gemeinde eingeführt, produziert oder offiziell eingesetzt.